Sonntag, 17.12.2017

Nach Unfall auf A3 - Staus bis in die Abendstunden

Viele Unfälle im Stau

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21.09.2017 - BAB3, Marktheidenfeld - Verkehrsunfall (© Ralf Hettler)

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(© Benedict Rottmann) Marktheidenfeld/Rohrbrunn Freitag, 22.09.2017 - 09:11 Uhr

Ein Unfall auf A3 bei der Anschlussstelle Marktheidenfeld beeinträchtigt Verkehr auf der Autobahn und allen Umleitungsstrecken bis in die Abendstunden.

Gegen 8.30 Uhr war ein 53-jähriger Lastwagen-Fahrer mit seinem Sattelzug auf dem linken Fahrstreifen in Fahrtrichtung Würzburg unterwegs. Etwa einen Kilometer vor der Anschlussstelle Marktheidenfeld rammte er, vermutlich aus medizinischer Ursache, zunächst einen rechts neben sich fahrenden Dacia, anschließend rutschte er an der Betonleitwand entlang, verschob diese und rammte einen Kleintransporter.

Der Kleintransporter wiederrum schleuderte über die Fahrbahn, sodass ein weiterer nachfolgender Lkw mit Anhänger, plötzlich ausweichen musste. Durch das Ausweichmanöver verlor dieser einen Teil seiner Ladung (Paletten).

Das erste Sattelgespann kippte zunächst auf die Fahrerseite, dann die Beifahrerseite, auf welcher es in Unfallendstellung zum Stillstand kam. Die geladene Erde verteilte sich komplett auf der Fahrbahn. Der Fahrer konnte zunächst seinen Lkw nicht verlassen und kam später mit diversen Verletzungen in die Uniklinik Würzburg.
Der Kleintransporterfahrer wurde mit leichteren Verletzungen ins Krankenhaus Wertheim gebracht.
Die Feuerwehren aus Kreuzwertheim, Marktheidenfeld, Waldaschaff, Altfeld sowie das THW Markteidenfeld waren vor Ort.

Die Autobahn war zunächst in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt, später dann lief der Verkehr einspurig in Richtung Frankfurt, ab 15.50 Uhr konnte hier die Sperrung aufgehoben werden. Es bestand dann noch die Vollsperrung in Fahrtrichtung Würzburg bis 16.25 Uhr. Eine Ausleitung bestand an der Anschlussstelle Wertheim in Richtung Frankfurt, sowie an der Anschlussstelle Rohrbrunn in Richtung Würzburg. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Staus mit bis zu 30 Kilometern Länge.

Die Umleitungsstrecken waren an ihrer Kapazitätsgrenze, da es auch dort zu teilweise schweren Unfällen kam, kam der Verkehr streckenweise komplett zum Erliegen. Noch zehn Stunden nach dem Unfall waren die Auswirkungen deutlich zu spüren.

Die Einhausung bei Hösbach schaltete in Fahrtrichtung Würzburg auf Blockabfertigung. Auch im Stau ereigneten sich einige Unfälle, unter anderem dadurch, dass Verkehrsteilnehmer ihre Pkw nicht gegen Zurückrollen sicherten und diese sich dann verselbständigten, als die Fahrer ausstiegen, um sich die Beine zu vertreten. So hatte sich der Stau bis nach 20 Uhr noch immer nicht aufgelöst. Erst im Laufe der Nacht konnte der Verkehr wieder ungehindert fließen.
Meldung der Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach
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