Dienstag, 22.08.2017

Schwerer Verkehrsunfall fordert sechs Verletzte bei Geiselwind

VPI Würzburg

Geiselwind, LKr. Kitzingen. Sonntag, 28.05.2017 - 13:27 Uhr

Ein Lkw-Fahrer verursachte aus Unachtsamkeit einen Unfall, bei dem, neben seinem Sattelzug, noch drei weitere Pkw beteiligt waren. Hierdurch wurden 4 Personen schwer- und zwei weitere Personen leicht verletzt. Die Autobahn musste für ca. 1,5 Stunden in Fahrtrichtung Norden komplett gesperrt werden.



 
Am Samstagvormittag, gegen 09.20 Uhr, bildete sich auf der BAB 3 in Fahrtrichtung Würzburg kurz vor Geiselwind sog. „zähfließender Verkehr“. Der 51-jährige slowakische Fahrer eines Sattelzuges erkannte zu spät, dass sich der Verkehr vor ihm deutlich verlangsamte. Als er dies erkannte versuchte er zwar noch seinen Sattelzug abzubremsen, was ihm jedoch nicht gelang. So fuhr er zunächst auf den vor ihm fahrenden BMW auf, der mit 4 Personen im Alter von 32 - 56 Jahren aus dem Raum Mittelfranken besetzt war. Durch die Wucht des Aufpralles wurde der BMW auf den linken Fahrstreifen geschoben und prallte hierbei in den Pkw eines niederländischen Paares im Alter von 55 und 56 Jahren. Da der Sattelzug noch immer nicht zu stehen kam, prallte er noch gegen einen weiteren, vor ihm fahrenden Pkw, welcher ebenfalls mit zwei 30-jährigen Männern aus dem Raum Mittelfranken besetzt war.
 
Die vier Insassen des BMW, welcher auf den linken Fahrstreifen geschoben wurde, wurden allesamt schwer verletzt und vom Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht. Die niederländischen Pkw-Insassen wurden leicht verletzt und vom Rettungsdienst vor Ort ambulant versorgt. Die restlichen Personen blieben unverletzt.
 
Der unfallverursachende Sattelzug sowie der BMW und der niederländische Pkw waren nicht mehr fahrbereit und mussten durch verschiedene Bergungsdienste abgeschleppt werden.
 
Zur Versorgung der Verletzten sowie zur Bergung der Fahrzeuge musste die Richtungsfahrbahn Würzburg für ca. 1,5 Stunden komplett gesperrt werden, was zu entsprechenden Stauungen führte. Die Verkehrsunfallaufnahme erfolgte durch Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried, welche von der Feuerwehr Schlüsselfeld tatkräftig unterstützt wurden. Die Schadenshöhe wird vom polizeilichen Sachbearbeiter auf ca. 54.000 € geschätzt. Den Unfallverursacher erwartet nun eine Strafanzeige; zur Sicherung des Strafverfahrens musste er vorab einen Geldbetrag bezahlen.
 
 
 
 
Zivilcourage endet im Krankenhaus
 
Schwarzach a. Main, Lkr. Kitzingen. Lkw-Fahrer will brennenden Turbolader bei einem Pkw löschen und verletzt sich mit dem Feuerlöscher.
 
Am Samstagnachmittag, gegen 13.40 Uhr, befuhr ein 35-jähriger Mann aus Hessen mit seinem Pkw die BAB 3 in Fahrtrichtung Würzburg. Aufgrund eines technischen Defekts geriet der Turboladen in Brand, weshalb der Pkw-Fahrer auf dem Standstreifen anhielt. Ein 48-jähriger rumänischer Kraftfahrer erkannte die Notsituation und hielt ebenfalls am Standstreifen an. Er beabsichtigte, mit seinem Feuerlöscher den Motorbrand am Pkw zu löschen. Leider kam es bei der Bedienung des Feuerlöschers zu einem Handhabungsfehler, weshalb dem Lkw-Fahrer ein Teil des Löschmittels ins Auge sprühte. Der hinzugezogene Rettungsdienst forderte aufgrund der entstandenen Augenverletzung einen Notarzt nach, der mit der Rettungshubschrauber eingeflogen wurde. Nach der Erstbehandlung vor Ort wurde der couragierte Lkw-Fahrer mit dem Rettungshubschrauber in eine Augenklinik geflogen. Dort muss er nun voraussichtlich das Wochenende zur Beobachtung verbringen.
Der Motorbrand konnte rechtzeitig gelöscht werden, so dass es keiner Feuerwehr bedurfte. Der Pkw wurde abgeschleppt, der Sattelzug des Rumänen wurde durch den Fahrer eines Bergungsdienstes an eine verkehrssichere Örtlichkeit gefahren. Wegen der Landung des Rettungshubschraubers musste die Richtungsfahrbahn kurzzeitig voll gesperrt werden.

Originalmeldung der VPI Würzburg

 
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