Samstag, 03.12.2016

A3 nach Lkw-Unfall stundenlang gesperrt

Langer Stau, zwei weitere Unfälle

mit Bildergalerie

Montag, 17.10.2016 - 18:34 Uhr

Nach einem Lkw-Unfall war die A3 am Montagabend in Fahrtrichtung Würzburg zwischen den Ausfahrten Bessenbach-Waldaschaff und Weibersbrunn für rund fünfeinhalb Stunden voll gesperrt. Es bildete sich ein Stau bis weit über das Seligenstädter Dreieck (mehr als 20 Kilometer) hinaus.

An der Einhausung bei Goldbach/Hösbach war währenddessen die sogenannten „Blockabfertigung“ in Betrieb. Im abendlichen Berufsverkehr führte der Unfall im Großraum Aschaffenburg zum Verkehrsinfarkt.
 
Gegen 17.25 Uhr riss an einem Sattelzug aus Hagen auf der Fahrt in Richtung Würzburg auf der Kauppenbrücke der A3 infolge eines technischen Defekts die Kardanwelle ab. Umherfliegende Teile der Welle beschädigten den rechten Tank der Zugmaschine, so dass mehrere hundert Liter Dieseltreibstoff ausliefen.

Der 49-jährige Fahrer des Zuges konnte diesen noch unmittelbar auf der Kauppenbrücke bei Waldaschaff auf dem Standstreifen anhalten und sein Fahrzeug sicher verlassen. Ein unmittelbar nachfolgender Audi aus dem Landkreis Aschaffenburg fuhr über auf der Fahrbahn liegende Metallteile des Lkw und wurde dabei leicht beschädigt. Durch die Querneigung der Fahrbahn floss der Treibstoff über alle drei Fahrstreifen und machte diese unpassierbar. Ferner gelangte ein Teil des Diesels in die Kanalisation und von dort in ein Regenrückhaltebecken unterhalb der Kauppenbrücke.

Zahlreiche Kräfte der umliegenden Feuerwehren kamen zum Einsatz. Sie waren mit dem Auffangen des Treibstoffs, mit der Fahrbahnreinigung, der Ölbeseitigung im Regenrückhaltebecken, der Absicherung und dem Ausleuchtung der Unfallstelle sowie mit der Verkehrsumleitung beschäftigt. Zur Endreinigung der Fahrbahn kam eine Spezialmaschine für Ölspurbeseitigung zum Einsatz.

Die Schadenshöhe beträgt etwa 5.500 Euro. Mögliche Umweltschäden durch den Dieselaustritt werden nach derzeitigen Kenntnisstand ausgeschlossen. Zur Reinigung der Fahrbahn musste die A 3 bis gegen 22.50 Uhr komplett gesperrt werden. Anschließend konnte der Verkehr zunächst zweispurig links an der Unfallstelle vorbeifließen. Bis zur endgültigen Räumung der Unfallstelle dauerte es schließlich noch bis gegen 01.20 Uhr.

Der bis dahin entstandene Stau löste sich bis weit in die Nacht hinein nicht mehr auf. Während der Vollsperrung wurde der Verkehr durch Kräfte der Autobahnmeisterei, der Feuerwehr und der Polizei an der Ausfahrt Hösbach ausgeleitet und über die U 81 über die B 26 - Laufach - Siebenwege - Kreisstraße AB 5 zur Anschlussstelle Weibersbrunn geführt. Auch auf dieser Umleitungsstrecke und den weiteren von den Autofahrern frei oder „navibestimmt“ gewählten Strecken kam der Verkehr größtenteils nur in Schrittgeschwindigkeit voran.
 
Zwei Folgeunfälle

Im Stau zu vorgenanntem Unfall ereigneten sich am Abend noch zwei weitere Kleinunfälle. Gegen 23.30 Uhr kollidierten bei Waldaschaff zwei  Autos aus Rüdesheim und Groß-Gerau leicht miteinander. Hierbei blieb ungeklärt, ob der Vordermann im Stau an der leichten Steigungsstrecke rückwärts gerollt oder der Hintermann aufgefahren ist. Bilanz: 1.000 Euro Sachschaden. Beide Autos blieben fahrbereit.
 
Gegen 23.45 Uhr ereignete sich unweit der vorgenannten Unfallstelle ein gleichgelagerter Sachverhalt. Diesmal kollidierten ein Sattelzug aus Steinfurt und ein Sattelzug aus der Slowakei. Auch dabei konnte aufgrund der unterschiedlichen Aussagen der Fahrer nicht geklärt werden, wer aufgefahren oder wer zurückgerollt ist. Die Schadenshöhe beträgt ebenfalls etwa 1.000 Euro. Nach der Unfallaufnahme und der späteren Stauauflösung konnten auch diese beiden Züge die Fahrt fortsetzen.
 
Verkehrspolizei Aschaffenburg-Hösbach
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