Samstag, 20.01.2018

Dieb nutzt epileptischen Anfall eines Opfers aus

Bundespolizei fasst den Täter

Aschaffenburg Mittwoch, 03.01.2018 - 10:30 Uhr

Den epileptischen Anfall eines Bahnreisenden hatte ein Dieb ausgenutzt und sich das Handy des Mannes gegriffen. Der Dieb wurde identifiziert und gefasst.

Einen besonders dreisten Diebstahl haben Ermittler der Bundespolizei aufgeklärt. Vor etwa zwei Wochen hatte ein Bahnreisender bei Aschaffenburg einen epileptischen Anfall erlitten. Diese Situation nutzte ein jetzt identifizierter 19-Jähriger aus und stahl dem am Boden liegenden Mann das Smartphone aus der Tasche.

Am Abend des 18. Dezember 2017 erlitt ein 34-jähriger Bahnreisender in einem Regionalexpress kurz vor der Einfahrt in den Aschaffenburger Hauptbahnhof einen epileptischen Anfall. Der Rettungsdienst brachte den 34-Jährigen in ein Krankenhaus, wo der Mann einen Tag später den Verlust seines Mobiltelefons bemerkte und anschließend bei der Bundespolizei zur Anzeige brachte.

Ermittler der Bundespolizei prüften daraufhin die Videos der im Zug installierten Videoüberwachung und entdeckten so eine besonders dreiste Diebstahlshandlung. Während der unter dem Anfall leidende Mann im Zugwagen auf dem Boden lag, hatte sich ihm ein vermeintlicher Ersthelfer genährt. Anstatt jedoch Hilfe zu leisten, tastete der junge Mann den Verunfallten ab, zog ihm anschließen das Smartphone aus der Hosentasche und verließ in Aschaffenburg noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes den Zug.

Die Bundespolizei sandte daraufhin die Fotos des bis dahin unbekannten Tatverdächtigen an benachbarte Polizeibehörden, wodurch es gelang die Identität des mutmaßlichen Diebes zweifelsfrei zu klären. Es handelt sich um einen 19-jährigen, der bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten ist und sich nun nicht nur wegen eines besonders schweren Diebstahls, sondern auch wegen unterlassener Hilfeleistung verantworten muss.

dc/Meldung der Bundespolizei Würzburg

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