Sonntag, 17.12.2017

Sieben Unfälle binnen 24 Stunden

Wintereinbruch macht Autofahrern zu schaffen

Aschaffenburg Donnerstag, 30.11.2017 - 14:03 Uhr

Plötzlicher Schneefall hat für zahlreiche Unfälle im Landkreis gesorgt. Zwei davon waren besonders schwer.

An der Anschlussstelle Alzenau-Nord der A45 verunglückten am Mittwochnachmittag drei Pkw und ein Sattelzug. Als gegen 14.30 Uhr hier ein starker Schnee-/Graupel-/Regenschauer einsetzte, herrschten für kurze Zeit winterliche Straßenverhältnisse. Dabei kam ein 28-Jähriger aus Nürnberg mit seinem Pkw Opel in Fahrtrichtung Aschaffenburg ins Schleudern. Der Pkw kam nach rechts von der Fahrbahn ab und überschlug sich im angrenzenden Grünstreifen. Außerhalb der Fahrbahn kam der Opel auf dem Dach zum Liegen. Der Fahrer und seine gleichaltrige Ehefrau auf dem Beifahrersitz konnten sich selbst aus dem Wrack befreien. Kräfte des Rettungsdienstes transportierten beide zur ambulanten Abklärung in ein Krankenhaus. Die Verletzungen waren nach erster Einschätzung nur von leichterer Art. Der Opel war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die Schadenshöhe wird auf etwa 7.000 Euro geschätzt.

Zeitgleich mit dem Opel kam auch ein Pkw Audi aus dem Landkreis Aschaffenburg an gleicher Stelle ins Schleudern. Der Audi rammte dabei einen Sattelzug aus Litauen und dieser einen VW Caddy aus dem Main-Kinzig-Kreis Der abbremsende Sattelzug kam danach nach rechts und über den Standstreifen hinweg mit den rechten Rädern ins aufgeweichte Grünland. Hier sank der Zug mit der rechten Seite so tief ein, dass er nach rechts umfiel. Die beiden Pkw kamen etwas abgesetzt auf der Fahrbahn zum Stehen. Der Lkw-Fahrer konnte sich aus seinem liegenden Zug befreien. Er und die Pkw-Insassen bleiben unverletzt. Die beiden Pkw konnten die Fahrt notdürftig fortsetzen. Der mit Tierfutter beladene Zug musste erst entladen und anschließend mit schwerem Gerät geborgen werden. Die Bergungs- und Aufräumarbeiten zogen sich bis in die Abendstunden hin. Die Schadenshöhe bei diesem Unfall beträgt etwa 27.000 Euro.

Zum Einsatz kamen vor Ort auch Kräfte der benachbarten hessischen Polizei, der Feuerwehr aus Hanau und aus Karlstein. An der Unfallstelle musste die A 45 anfangs kurz voll gesperrt werden. Anschließend war wieder eine Spur befahrbar. Auch während der Bergungsarbeiten war wieder eine kurze Vollsperrung nötig. Es kam dabei jeweils zu einem Rückstau.

BMW auf Schleudertour - eine Leichtverletzte
Waldaschaff

Auf der A 3 bei Waldaschaff verlor am Mittwochnachmittag ein 64-Jähriger aus Aschaffenburg aus bisher nicht geklärter Ursache die Herrschaft über seinen Pkw BMW. Der Mann war gegen 15.30 Uhr in Fahrtrichtung Würzburg unterwegs, als sein Fahrzeug nach rechts ausbrach und gegen die Außenleitplanke stieß. Von dieser wurde er nach links abgewiesen, drehte sich, überquerte alle drei Fahrstreifen und stieß gegen die Betonwand in der Fahrbahnmitte. Von dort aus ging die Schleudertour nach einem zweimaligen Anstoß gegen die Betonwand wieder nach rechts. Nach erneutem Überqueren der kompletten Fahrbahn krachte er nochmals gegen die Außenleitplanke. Nach einer weiteren Drehung kam er schließlich entgegengesetzt zur Fahrtrichtung auf dem Standstreifen zum Stehen. Während der Fahrer unverletzt blieb, musste seine 29-jährige Beifahrerin vom Rettungsdienst mit leichten Verletzungen ins Aschaffenburger Klinikum transportiert werden.

Am BMW entstand Totalschaden. Er musste abgeschleppt werden. Die Schadenssumme beträgt etwa 42.000 Euro. An der Unfallstelle, an der auch Kräfte der Feuerwehr und der Autobahnmeisterei zum Einsatz kamen, war der rechte Fahrstreifen für etwa 90 Minuten gesperrt. Der Verkehr floss dabei zweispurig links an der Unfallstelle vorbei. Es kam zu einem Rückstau.

Polizei Aschaffenburg / vd

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