Sonntag, 24.09.2017

Versuchter Betrug mittels „CEO-Fraud“ – Schwindel fliegt auf

Die Polizei warnt

Aschaffenburg Donnerstag, 14.09.2017 - 12:05 Uhr

Ein Betrüger hat am Mittwoch mit der »CEO-Fraud« genannten Masche versucht, 30 000 Euro von einem Aschaffenburger Verband zu bekommen. Die Polizei rät zur Vorsicht bei Forderungen per E-Mail und dazu, Mitarbeiter für diese Betrugsmasche zu sensibilisieren.


Der Buchhalter der Organisation erhielt per E-Mail eine Zahlungsaufforderung: Er solle 30 000 Euro an eine ausländische Bankverbindung überweisen. »Wie sich herausstellte, war der Absender der E-Mail jedoch nicht wie angegeben der Geschäftsführer, sondern ein dreister Betrüger«, berichtet die Polizei. Der Unbekannte hatte allerdings keinen Erfolg, weil der Mitarbeiter persönlich beim Geschäftsführer nachfragte: Dieser hatte keine Zahlung angewiesen.
Die Täter, die hinter einem »CEO-Fraud« stecken, sammeln aus Wirtschaftsberichten, dem Handelsregister, der Webseite oder Werbebroschüren Informationen über eine Firma oder Organisation. Mit Hinweis etwa auf die Übernahme eines anderen Betriebs weist ein angeblicher Geschäftsführer (»CEO«) einen Mitarbeiter an, einen großen Geldbetrag ins Ausland überweist. Dazu wird eine verfälschte Mailadresse verwendet. Oft fordert der Täter den E-Mail-Empfänger zu absoluter Verschwiegenheit auf.

Zum Schutz vor der Betrugsmasche empfiehlt das Polizeipräsidium Unterfranken:

* Achten Sie darauf, welche Informationen über ihr Unternehmen öffentlich sind und was Sie um Zusammenhang mit ihrem Unternehmen publizieren
* Sensibilisieren Sie ihre Mitarbeiter hinsichtlich des Betrugsphänomens
* Bei ungewöhnlichen Zahlungsanweisungen sollten - vor Veranlassung der Zahlung - folgende Schritte durchgeführt werden:
o Überprüfen der E-Mails auf Absenderadresse und korrekte Schreibweise
o Verifizieren der Zahlungsaufforderung über Rückruf bzw. schriftliche Rückfrage beim Auftraggeber
o Kontaktaufnahme mit der Geschäftsleitung bzw. dem Vorgesetzten
* Wenden Sie sich bei Auffälligkeiten und Fragen an Ihre örtliche Polizeidienststelle

nle

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