Freitag, 09.12.2016

SEK-Einsatz in Aschaffenburger Gemeinschaftsunterkunft

Polizei Aschaffenburg

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Aschaffenburg Montag, 17.10.2016 - 22:03 Uhr

Ein größeres Polizeiaufgebot ist am Montagabend vor Ort in der Asylbewerberunterkunft in der Schweinfurter Straße in Aschaffenburg gewesen. Ein Bewohner hatte sich nach Randale in seinem Zimmer verschanzt – unklar war, ob er eine Waffe bei sich hatte.

Die Security-Mitarbeiter alarmierten die Aschaffenburger Polizei um 18 Uhr, weil  sich ein 40 Jahre alter Mann, der in der Unterkunft lebt, auffällig aggressiv zeigte: Erst randalierte er im Eingangsbereich, dann zerstörte er die Scheibe eines Fensters. Als die Polizei eintraf, hatte sich der Mann bereits in seinem Zimmer verbarrikadiert. Ein größeres Aufgebot an Einsatzkräften versammelte sich auf dem und um das Gelände: Neben Polizei waren auch Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt vor Ort.

Auf Kommunikationsversuche reagierte der 40-Jährige nicht mehr. Zu diesem Zeitpunkt war nicht klar, ob der Bewohner möglicherweise eine Waffe hatte. Die Einsatzleitung forderte vorsorglich das Spezialeinsatzkommando (SEK) aus Nürnberg an, das schließlich mit Blaulicht die Würzburger Straße herauf gefahren kam.
Die Vorbereitungen erregten die Aufmerksamkeit der anderen Bewohner, die neugierig über die Polizeiabsperrung schauten. Es war eine echte Abwechslung, aber auch eine ungewohnte Situation, wie die Reaktionen von Heimkehrern vor dem Tor andeuteten: "Fertig?", fragten sie, bevor sie sich auf das Gelände trauten. Doch die unwahrscheinliche Ruhe am Einsatzort wirkte sich auch sichtlich auf die unbeteiligten Bewohner aus: Alles, so schien es aus der Ferne, ging einen geordneten Gang, folgte einem strukturierten Ablauf.

Der Zugriff verlief ohne Komplikationen: Gegen 22.30 Uhr brach das SEK die Zimmertür auf. Der 40-Jährige ließ sich nach Angaben der Polizei ohne Widerstand in Gewahrsam nehmen. Eine Waffe wurde bei ihm nach derzeitigem Kenntnisstand nicht gefunden, es gab keine Verletzten. Das orangefarbene Sprungkissen, dass die Feuerwehr vorsorglich aufgepumpt und unter dem Fenster platziert hatte, wurde nicht benötigt. Einige der Bewohner pfiffen den 40-Jährigen beim Abtransport aus – vor dem Tor hieß es von anderen zur Erklärung, dass solche Vorfälle wie der am Montagabend immer ein schlechtes Bild auf alle Bewohner der Unterkunft würfen.

Da der Mann offensichtlich psychisch belastet war, wurde er noch in der Nacht zum Dienstag ins Bezirkskrankenhaus gebracht. Gegen ihn laufen jetzt strafrechtliche Ermittlungen, es geht unter anderem um Sachbeschädigung und Nötigung, heißt es von der Polizei. 

Gegen 23 Uhr zogen die letzten Einsatzwagen ab. Auch einer der Sicherheitsmitarbeiter, der mit Helfern vor dem Tor der Unterkunft ausgeharrt und irgendwann über kalte Füße geklagt hatte, konnte sich schließlich wieder in das Wachhäuschen zurückziehen. Nina Lenhardt

 



Polizeieinsatz in Gemeinschaftsunterkunft – 40-Jähriger in Gewahrsam
 
ASCHAFFENBURG. Am Montagabend ist es in der Gemeinschaftsunterkunft in der Schweinfurter Straße zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Ein 40-jähriger Bewohner hatte zunächst am Eingangsbereich randaliert und sich danach in sein Zimmer zurückgezogen. Nachdem die Polizei nicht ausschließen konnte, dass der aggressiv auftretende Mann bewaffnet ist, kam vorsorglich auch ein Spezialeinsatzkommando zum Einsatz. Verletzt wurde niemand.
 
Gegen 18.00 Uhr war die Aschaffenburger Polizei vom Sicherheitsdienst der Unterkunft alarmiert worden. Ein 40-jähriger Bewohner hatte sich im Eingangsbereich aggressiv verhalten und u.a. eine Fensterscheibe eingeschlagen. Eine Streife der Polizeiinspektion Aschaffenburg war rasch vor Ort. In der Zwischenzeit hatte sich der 40-jährige irakische Staatsangehörige in sein Zimmer zurückgezogen und auf Ansprache nicht mehr reagiert.
                
Nachdem sich Hinweise darauf ergeben hatten, dass der Mann bewaffnet sein könnte, wurden zur Sicherheit für die Bewohner und die Beamten weitere Einsatzkräfte, darunter auch ein Spezialeinsatzkommando, hinzugezogen. Darüber hinaus unterstützten auch der Rettungsdienst und die Feuerwehr vor Ort.
 
Gegen 22.30 Uhr konnte der 40-Jährige widerstandslos in Gewahrsam genommen werden. Gegen ihn wurden strafrechtliche Ermittlungen, u.a. wegen des Verdachts der Sachbeschädigung und Nötigung eingeleitet. Außerdem wird der offensichtlich psychisch Belastete im Laufe der Nacht in ein Bezirkskrankenhaus eingewiesen.
Originalmeldung der Polizei Unterfranken
 
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