Donnerstag, 22.02.2018

Polizei fasst aus Ansbacher Klinik entflohenen Sextäter

Mann in Frankfurt festgenommen

Ansbach/Frankfurt Montag, 29.01.2018 - 15:03 Uhr

Ein am 6. Januar aus dem Bezirksklinikum Ansbach geflohener Sexualstraftäter ist in Frankfurt festgenommen worden. Den 1992 verurteilte 47 Jahre alte Mann wollen Zeugen während seiner Flucht auch in Unterfranken gesehen haben.

Die Festnahme bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Nürnberg am Montagnachmittag. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet. Die Polizei hatte vor einer Woche vor dem 47-Jährigen gewarnt. Der wegen erheblicher Sexualdelikte verurteilte Mann hatte wegen einer Lockerung das Bezirksklinikum in Ansbach stundenweise verlassen dürfen. Von seinem letzten Ausgang am 6. Januar war er jedoch nicht wieder zurückgekehrt. Der Mann war 1992 verurteilt und auf richterliche Anordnung in der psychiatrischen Fachklinik untergebracht worden.

Eine Passantin aus Frankfurt verständigte am Montag die Polizei, nachdem sich der 47-Jährige von ihr den Weg zu einer sozialen Einrichtung hatte erklären lassen. Zivile Beamte konnten den Mann kurz darauf festnehmen. Beamte des Bayerischen Landeskriminalamtes sollten ihn abholen und zurück ins Bezirksklinikum Ansbach bringen. Das Amtsgericht Nürnberg hatte Haftbefehl gegen den Mann erlassen.

Zur Resozialisierung hatte der 47-Jährige die Klinik schon mehrfach verlassen dürfen. Die Polizei hatte in der Suchmeldung die Bevölkerung gewarnt, es sei nicht auszuschließen, dass von dem Mann eine Gefahr ausgehe. Der 47-Jährige war nach Angaben der Klinik chemisch kastriert. Die Wirkung des Mittels, das den Sexualtrieb außer Kraft setzt, lasse im Lauf der Zeit jedoch nach.

Zeugen wollen den Geflüchteten auch in Unterfranken gesehen haben, etwa in Frammersbach (Kreis MSP), Winterhausen (Kreis WÜ) oder Lohr (Kreis MSP). An manchen Orten suchte die Polizei. In den sozialen Medien war es regelrecht zu einer Hysterie gekommen.

Der Festgenommene, gegen den ein Vollstreckungshaftbefehl des Amtsgerichtes Nürnberg vorliegt, wird von Beamten des Bayerischen Landeskriminalamtes abgeholt und zurück in das Bezirksklinikum Ansbach verbracht.

mai, dpa

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