Freitag, 24.11.2017

Nach tödlichem Unfall: Gaffer bekommen Dusche ab

Feuerwehr griff gegen Störer durch

Donnerstag, 09.11.2017 - 12:08 Uhr

Auch bei dem tödlichen Unfall am Donnerstagmorgen auf der A3 im Spessart hatten es die Rettungskräfte wieder mit mehreren Gaffern zu tun. Polizei und Feuerwehr griffen diesmal durch.

Laut Kreisbrandinspektor Otto Hofmann kurbelten mehrere Lastwagen- und Autofahrer die Scheiben herunter, als sie an der Unfallstelle kurz vor der Rastanlage Rohrbunn vorbeigeleitet wurden. Bei dem Unfall, in den mehrere Lastwagen verwickelt waren, sind am frühen Morgen drei Menschen ums Leben gekommen.

Durch die geöffneten Scheiben filmten und fotografierten mehrere Menschen die Unfallfahrzeuge - und laut Polizeisprecher Michael Zimmer auch die Bergung der Leichen. Die Polizei griff durch, hielt die Gaffer an und prüft, in einigen Fällen Bußgeldverfahren einzuleiten.

Außerdem haben wohl auch einige Gaffer eine kalte Dusche abbekommen. Während die Feuerwehrleute die Fahrbahn reinigten, "hat sich ein Feuerwehrmann so genötigt gefühlt, dass er mit dem Schlauch auf die Gaffer gehalten hat", so Kreisbrandinspektor Hofmann gegenüber unserer Zeitung. Von einer abgesprochenen Aktion zwischen Feuerwehr und Polizei wollten allerdings weder Polizeisprecher Michael Zimmer, noch Kreisbrandinspektor Otto Hofmann reden.  cku

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