Freitag, 15.12.2017

Lkw kippt um: Langer Stau auf A3 bei Marktheidenfeld

Strecke Richtung Würzburg frei

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21.09.2017 - BAB3, Marktheidenfeld - Verkehrsunfall (© Ralf Hettler)

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(© Benedict Rottmann) Marktheidenfeld Donnerstag, 21.09.2017 - 11:25 Uhr

Verkehrschaos auf der A3 am Donnerstagmorgen. Grund ist ein Lastwagenunfall, bei dem mindestens ein Mensch verletzt wurde. Die Bergungs- und Reinigungsarbeiten sind nach Angaben der Polizei beendet und die Fahrbahn in Richtung Würzburg/Nürnberg ist wieder freigegeben.

Am Donnerstagmorgen gegen 8.30 Uhr sorgte ein Lastwagenunfall auf der A3 zwischen den Anschlussstellen Marktheidenfeld und Rohrbrunn für lange Staus in beide Richtungen. Ein mit Bauschutt beladener Kipplaster touchierte aus bislang unbekannter Ursache zunächst einen Pkw und anschließend das Heck eines Kleinbusses des Vermessungsamtes, der für Messungsarbeiten im dortigen Bereich stand. Durch den Anstoß wurden die beiden Fahrzeuginsassen leicht verletzt und der Bus über die Fahrbahn geschleudert.

Ein zweiter Lkw, der Palletten geladen hatte, wich dem Bus des Vermessungsamtes aus und kam durch das Fahrmanöver selbst ins Schleudern. Der Lkw verlor dadurch einige Paletten von seiner Ladefläche. Währenddessen fuhr ein dritter Lkw, der mit Möbelteilen beladen war, an der Anschlussstelle Marktheidenfeld auf die Autobahn auf und prallte in den Muldenkipper, ehe er ebenfalls seine Ladung verlor.

Ein auf der Gegenfahrspur vorbeifahrender Lkw wurde durch herumfliegende Ladung getroffen und auch ein dort fahrender Pkw bekam Splitter ab. Beide Fahrzeuge wurden dadurch beschädigt. Der 53 Jahre alte Lkw-Fahrer wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Auch die zwei Insassen des Fahrzeugs des Vermessungsamtes brachte der Rettungsdienst mit leichten Verletzungen in Kliniken. Insgesamt sieben Fahrzeuge wurden durch den Unfall beschädigt.

Als mögliche Unfallursache kommen medizinische Probleme des Fahrers in Betracht. Der Sachschaden kann noch nicht genau beziffert werden, wird aber sicherlich im mittleren sechsstelligen Bereich liegen. Aktuell (Stand 18 Uhr) sind. Die Bergungs- und Reinigungsarbeiten sind nach Angaben der Polizei beendet und die Fahrbahn in Richtung Würzburg/Nürnberg ist wieder freigegeben.

Gaffer müssen mit Anzeigen rechnen

Während des Unfalls machten rund 19 Autofahrer mit dem Mobiltelefon Filmaufnahmen von der Unfallstelle. Dadurch verstärkte sich der Rückstau deutlich. Die Polizei vor Ort konnte die Personalien der Gaffer feststellen: Elf Personen aus dem Ausland mussten sofort eine Sicherheitsleistung hinterlegen. Acht Fahrzeugführer aus Deutschland müssen nun mit einer Anzeige rechnen.
Polizei Unterfranken
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