Samstag, 22.07.2017

Gefährlicher Leichtsinn: Jugendliche klettern auf A3-Schilderbrücke

Zwischen den Einhausungen bei Hösbach

Symbolbild: Schilderbrücke, Verkehrsleitsystem, Verkehrsschilderbrücken (© dpa)
Hösbach Sonntag, 16.07.2017 - 14:40 Uhr

Jungenstreich? Mutprobe? Jedenfalls in große Gefahr gebracht haben sich drei Jugendliche am Samstagabend zwischen den Einhausungen in Hösbach (Kreis Aschaffenburg). Sie waren etwa eine Stunde vor Mitternacht auf eine der die Fahrbahnen überbrückenden Metallgerüste geklettert.

An denen hängen entweder blaue große Verkehrsleitschilder oder zeigen elektrischen Verkehrsschilder den Autofahrern die Geschwindigkeit oder einen Stau an.

Eher zufällig hatte die Polizei die waghalsige Aktion der drei 15 Jahre alten Jungen bemerkt. Während der Streifenfahrt auf dem parallel zur A 3 verlaufenden Weg zu dem Skatepark zwischen den beiden Einhausungen entdeckten die Beamten drei herumliegendem, herrenlose Skateboards. Zugleich hörten die Polizisten Stimmen, sagt ein am Sonntag diensthabender Polizist unserer Redaktion.

Schnell ahnten sie, woher die Stimmen gekommen waren: Von der Schilderbrücke, die über die A3-Fahrbahnen führt. Die Rufe der Polizisten blieben unbeantwortet, statt dessen hörten sie Schritte. Tatsächlich waren wohl Leute wohl auf die Schilderbrücke geklettert. Gefährliche Situation für die Jungen, für die Autofahrer – Was ist, wenn eine Person auf die A 3 stürzt?

Kurzerhand informierten die Polizisten ihre Kollegen und baten sie, die Autobahn in beide Richtungen vor den Einhausungen zu sperren. Sofort eilten Streifenwagen beidseitig auf die A 3 und bremsten den glücklicherweise zu dieser Zeit eher mäßigen Verkehr langsam bis zum Stillstand für kurze Zeit aus.
Währenddessen kletterte ein Polizist auf die Schilderbrücke und holte die drei Jugendlichen zurück auf den Boden Tatsachen. Von dort aus ging es für die drei Kletterer zur Dienststelle der Polizei und kurz darauf zurück nach Hause zu wenig begeisterten Eltern.

»Die haben wohl eine ordentliche Ansprache daheim bekommen«, vermutet die Polizei. Jedenfalls meldete sich ein Vater am Sonntagmorgen telefonisch bei der Dienststelle. Er entschuldigte das Verhalten seines Sohnes, ein dummer Jungenstreich und jugendlicher Leichtsinn sei das gewesen. Zugleich bedankte er sich dafür, dass die Polizisten seinen Sohn wohlbehalten von der Schilderbrücke hinuntergeholt hatten. Die vermutliche Geldbuße für die Jungen fällt da wohl kaum mehr ins Gewicht.

Wie die Drei auf die Schilderbrücke klettern konnten? Unabhängig davor, dass das Betreten der Anlage natürlich streng verboten ist, beginnt die Leiter für Arbeiten an den Schilder oder an der Brücke erst einiges über dem Boden. Wohl die klassische Räuberleiter, mutmaßt der diensthabende Polizist. Seine Kollegen konnte er am Sonntag nicht mehr befragen. Die waren da nach ihrem nächtlichen Einsatz längst in ihrem wohlverdienten Feierabend. mai

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