Samstag, 24.06.2017

Versuchter Totschlag Mömlingen: Mann weiter auf der Flucht

Polizei fahndet nach 47-Jährigem

Mömlingen Samstag, 15.04.2017 - 12:25 Uhr

Versuchter Totschlag eines Mannes an seiner Ehefrau in Mömlingen (Kreis Miltenberg): Einen Tag nach der Tat fahndet die Polizei weiter nach dem mutmaßlichen Täter. Es gebe bislang keine gesicherten Erkenntnisse darüber, wo sich der Gesuchte aufhalten könnte, sagte Polizeisprecher Fabian Hench am Samstag unserem Medienhaus.

Erst nachdem der Sohn seine schwer verletzte Mutter am Karfreitagvormittag aus dem Wald gebracht und den Rettungsdienst verständigt hat, wird klar: Die Verletzungen der Mutter sind die Folge eines Verbrechens. Zuvor hatte der Ehemann in einem Mömlinger Waldstück (Kreis Miltenberg) im Beisein seines Sohnes auf seine Frau laut Polizei »mit massiver Gewalt eingewirkt«. Seit der Tat fahndet die Polizei nach dem Geflüchteten

Kurz nach 11 Uhr sei die Einsatzzentrale der Polizei Unterfranken durch die Integrierte Leitstelle Untermain über eine schwer verletzte Frau informiert worden, die in ein Krankenhaus eingeliefert worden war, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Polizei Unterfranken sowie der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg. Was aber war zuvor, am Vormittag des Karfreitags, geschehen?

So viel hat die Polizei ermittelt: Aus unbekanntem Grund gerieten die Eheleute wohl in Streit. In einem Waldstück bei Mömlingen kam es zu einem »versuchten Tötungsdelikt«, die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen »versuchten Totschlags«. Der 47 Jahre alte Mann soll seine 43-jährige Ehefrau aus dem Auto gezogen und ihr schwere Verletzungen an Kopf und Gesicht zugefügt haben.

Die Familie war auf dem Weg von ihrem Wohnort Sinsheim (Baden-Württemberg, 75 Kilometer südwestlich von Miltenberg) nach Erlenbach (Landkreis Miltenberg) zu einer Feier. Wie oder womit er sie verletzt hat, verrät die Polizei nicht. »Das ist Täterwissen«, sagt Fabian Hench, Pressesprecher der Polizei Unterfranken unserem Medienhaus.

Nach der Tat ist der Ehemann zu Fuß in den Wald geflüchtet. Seitdem fahndet die Polizei auch mit einem Hubschrauber nach ihm im Bereich von Mömlingen, Erlenbach und Sinsheim.

Nachdem der Ehemann geflüchtet war, fuhr der 22 Jahre alte Sohn seine schwer verletzte Mutter mit dem Auto heraus aus dem Wald zu Bekannten nach Erlenbach. Dort angekommen wurde der Rettungsdienst verständigt, später kam die Polizei hinzu.

Derzeit versuchen die Ermittler den Tathergang zu rekonstruieren. Bis zum Abend blieben noch viele Fragen unbeantwortet, »die Ermittlungen sind schwierig und werden wohl noch dauern«, so Hench.

Beschreibung des Mannes:

  • schmale Statur
  • dunkle, grau melierte Haare, hohe Stirn
  • südländisches Aussehen
  • Brillenträger
  • bekleidet mit einer beigefarbenen Hose, einem weißen Hemd, einer dunkelblauen Jacke sowie schwarzen Schuhen
Von dem Geflüchteten geht laut Hench eher keine Gefahr für die Bevölkerung aus.

 Hinweise an die Polizei unter der Notrufnummer 110
mai

In einer früheren Version hieß es, die Familie stamme aus dem Kreis Miltenberg. Diese zuvor unserer Redaktion vorliegende Info wurde inzwischen korrigiert.


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