Donnerstag, 22.02.2018

Zwei Angriffe auf Bundespolizisten innerhalb weniger Stunden

Bundespolizei Würzburg

Mittwoch, 24.01.2018 - 09:54 Uhr

Gleich zwei Mal sind gestern (23. Januar) Beamte der Bundespolizei Opfer von gewalttätigen Angriffen geworden: In Retzbach, im Main-Spessart-Kreis und in Würzburg.

In Retzbach attackierten zwei junge Männer einen Bundespolizisten, der sich auf dem Weg zum Dienst befand. Nur wenige Stunden später wehrte sich ein 32-Jähriger massiv gegen eine Personenkontrolle im Würzburger Hauptbahnhof und verletzte dabei zwei Zivilfahnder. Alle drei Bundespolizisten waren danach dienstunfähig.

Am Dienstagmorgen gegen 05:30 Uhr hielt sich ein uniformierter Bundespolizist am Bahnhof Retzbach-Zellingen auf, um mit der Bahn zu seinem Dienst nach Nürnberg zu fahren. Auf den Zug wartend sah er, wie zwei 18-jährigen Männer die Gleise verbotener Weise überschritten und sprach diese daraufhin auf ihr Fehlverhalten an. Statt Einsicht zu zeigen, beleidigten und bedrohten ihn die beiden im Landkreis Main-Spessart lebenden Deutschen und gingen den Ordnungshüter anschließend gewalttätig an. Dieser konnte die ersten Attacken mittels Pfefferspray abwehren und hatte anschließend das Glück, dass ein Beamter der Bayerischen Polizei zufällig am Bahnhof eintraf und seinem Kollegen zur Hilfe kam. Gemeinsam konnten die Angreifer überwältigt und festgenommen werden. Dabei verletzte sich jedoch der Bundespolizist im Gesicht und musste sich später in einem Krankenhaus behandelt werden.

Beide Männer waren bei der Tat erheblich alkoholisiert. Sie werden sich nun unter anderem wegen Körperverletzung und Angriff auf Vollstreckungsbeamte verantworten müssen.

Wenige Stunden später, gegen 11:15 Uhr, wurden zwei Zivilfahnder der Bundespolizei im Würzburger Hauptbahnhof auf einen 32-Jährigen aufmerksam, der längere Zeit scheinbar ziellos durch den Bahnhof streifte und andere Reisende beobachtete. Der Aufforderung der Beamten sich auszuweisen folgte der sudanesische Staatsangehörige nicht, sondern versuchte wegzulaufen. Als sich die Bundespolizisten dem Mann in den Weg stellten, reagierte er sogleich äußerst aggressiv und schlug und trat nach den Ordnungshütern. Auch der Einsatz von Pfefferspray vermochte den Mann vorerst nicht zu stoppen, sodass er von den Zivilfahndern zu Boden gebracht und gefesselt werden musste. Dabei leistete der 32-Jährige weiterhin erheblichen Widerstand, wodurch beide Zivilfahnder Prellungen und Hautabschürfungen erlitten und sich wenig später in ärztliche Behandlung begeben mussten.

In der Dienststelle konnte die Identität des Festgenommenen zweifelsfrei festgestellt werden. Gegen ihn läuft ein nun Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte er die Dienststelle - nach Einschätzung der zuständigen Justizbehörden - mangels Haftgrund wieder verlassen.


dc/Meldungen der Bundespolizei Würzburg

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