Sonntag, 17.12.2017

Schwein gehabt

little baby moneybox putting a coin into a piggy bank - kid savi
Montag, 25.09.2017 - 12:50 Uhr

Am 30. Ok­tober ist Welt­spar­tag. Da kom­men Er­in­ne­run­gen auf. An das prall ge­füll­te Spar­schwein, das man vol­ler Span­nung in die Bank trug. An den Rie­sen­stolz, als man mit zehn Jah­ren ein ei­ge­nes Kon­to be­kam (ab sie­ben Jah­ren ist das üb­ri­gens er­laubt, dann gilt man als be­reits be­schränkt ge­schäfts­fähig). Und an das un­sag­bar gu­te Ge­fühl, sich ei­nen Wunsch mit selbst ge­spar­tem Geld zu er­fül­len.

Unseren Kindern geht es heute nicht anders. Immer noch gilt: Kinder müssen den Umgang mit Geld und das Sparen erst lernen. Das tun sie zum einen durch Taschengeld (siehe oben links). Und zum anderen durch etwas, das heute immer schwieriger erscheint: Verzichten lernen. In Zeiten von Onlineshopping mit nur einem Klick kann das ganz schön schwer fallen. Und ist doch so wichtig. Auf etwas sparen, sich einen Wunsch langsam erfüllen - das ist wichtig für unser Werteverständnis und unseren späteren Umgang mit Geld.
Wer seinen Kindern oder Enkeln für später etwas ansparen möchte, der sollte sich beraten lassen und regelmäßig und über einen langen Zeitraum Geld anlegen. Wichtig: Taschengeld ist Taschengeld - und kein Mittel zur Belohnung oder Bestrafung. Auch wenn es gerade Streit gibt oder das Kind die letzte Woche einfach super schlecht drauf war: Taschengeld gibt es trotzdem, schließlich ist es eine Vereinbarung zwischen Eltern und Kind.
RAMSCH KAUFEN IST ERLAUBT
Die Eltern müssen übrigens auch aushalten, wenn sich die kleinen Sparer von ihrem Taschengeld den letzten Mist kaufen. Denn nur so lernen sie, dass es Fehlkäufe gibt oder dass bei zu vielen unsinnigen kleinen Ausgaben dann das Geld fehlt für einen wichtigen, großen Wunsch.