Sonntag, 26.03.2017

Sicher und stabil

Montag, 27.02.2017 - 14:20 Uhr

Im­mer wie­der sieht man sie, die klei­nen Knirp­se mit den viel zu schwe­ren Ran­zen. Und man wun­dert sich, dass sie auf dem Schul­weg nicht ein­fach nach hin­ten um­kip­pen.
Bei ABC-Schüt­zen ist die Wir­bel­säu­le durch Fehl- und Über­be­las­tung leicht ver­form­bar und des­halb be­son­ders an­fäl­lig. Auch die noch nicht voll ent­wi­ckel­te Mus­kel­kraft muss be­rück­sich­tigt wer­den.

Deshalb ist dies die oberste Grundregel für jeden Schulgänger: Der gepackte Schulranzen sollte nicht mehr als zehn Prozent des Körpergewichtes wiegen, also bei einem durchschnittlich 25 Kilogramm wiegenden Erstklässler nicht mehr als 2,5 Kilogramm. In Ausnahmefällen dürfen es auch zwölf Prozent sein.
Doch was sollte man sonst beim Schulranzenkauf berücksichtigen? Es beginnt schon damit, dass man das Kind mitnimmt zum Anprobieren und keine vorher ungesehenen Onlineschnäppchen machen sollte. Nur am »lebenden Objekt« lässt sich herausfinden, ob ein Modell passt. Das Ranzenmodell sollte variabel verstellbar sein und sich so an den Körper anpassen. Ein Test mit Büchern ist zu empfehlen. Der Ranzenrücken sollte körpergerecht geformt und gut abgepolstert sein. Harte Polster können drücken, bei zu dünnen spürt das Kind die Bücher.
Ein weiteres wichtiges Thema ist die Sicherheit, zum Beispiel bei der Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Fragen Sie den Händler ausdrücklich nach einem auffälligen, hell strahlenden Modell. Auf das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit und das Emblem für die Schulranzennorm DIN 58 124 können Sie sich verlassen. Wichtig ist der Katzenaugeneffekt auf der Rückseite, an den Seitentaschen und vorne an den Trägern.
Bringen Sie schwere Sachen wie dicke Bücher dicht am Rücken unter. Leichtere Dinge wie Federmappe oder Pinselset gehören weiter vorn in den Ranzen. Auch die Balance zwischen linker und rechter Seite sollte stimmen. So wird die Wirbelsäule gleichmäßig belastet. Praktisch fürs Packen sind auch Seitentaschen, in denen Trinkflaschen verstaut werden können. So ist es auch kein Drama, falls mal was ausläuft: Die Bücher bleiben trocken.
Für den Transport wichtig: Standfestigkeit. Machen Sie den Test: leer oder voll, der Ranzen darf nicht kippen. Das ist zum Beispiel für den Schulweg im Bus wichtig.
LEDER ALS ALTERNATIVE
Neben ultraleichten Hightech-Materialien sind beim Schulranzen aber auch wieder Ledermodelle gefragt. Der Lederranzen iSi von Aruzzi taugo ist ein echtes Highclass-Modell und wiegt gerade mal 1000 Gramm.
Doch letztlich zählt auch der Geschmack des Kindes - und das mag es dann oft eher bunt und lustig. Der Marktführer Scout jedenfalls bietet Ranzen zu unzähligen Themenwelten für Mädels und Jungs an - und passende Federmäppchen und Turnbeutel gleich mit dazu. Was man als Eltern eben nie vergessen sollte: Letztendlich ist es das Kind, das jahrelang mit dem geliebten (oder ungeliebten) Ranzen rumlaufen muss.