Donnerstag, 25.05.2017

Altstadtfriedhof

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Grüne Lunge und Baudenkmal

Auf dem Altstadtfriedhof finden sich die Grabmale von Gefallenen der Kriege von 1866 und 1871 sowie des Ersten und Zweiten Weltkrieges, aber auch Ehrenmale für Kriegsgefangene, zivile Opfer und Fremde, die in der Stadt ihre letzte Ruhe gefunden haben. Hinzu kommen Grabstätten bekannter Aschaffenburger Persönlichkeiten, etwa die Gräber von Clemens Brentano und Wilhelm Heinse, der Familien Dessauer und Trockenbrodt, der Bürgermeister Adalbert von Herrlein, Wilhelm Matt und Friedrich Ritter von Medicus.

Der Friedhof entstand 1809 aus Gründen der Stadthygiene und auf Veranlassung des Stadtphysikus Jodokus Reuß vor den Toren Stadt auf dem Güterberg, denn die Kirchhöfe der Altstadt boten damals keinen Platz mehr. Auch diese Neuanlage musste mehrfach erweitert werden und umfasst heute eine Grünfläche von 3.6 ha. Das Leichenhaus mit der Aussegnungshalle wurde 1910 im Jugendstil errichtet. Aus dieser Zeit stammt auch eine sehr hoch gewachsene Douglasie, die den Altstadtfriedhof im Stadtbild von überall her erkennbar macht.
An den Altstadtfriedhof grenzt einer der beiden Jüdischen Friedhöfe von Aschaffenburg an.


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