Dienstag, 17.10.2017

Missbrauchsprozess Kreis Miltenberg

Artikel

Aschaffenburg 12.06.2014

Debatte um Freispruch in Missbrauchsprozess

Fassungslosigkeit und ein Gefühl von Unrecht

Vor dem Aschaffenburger Landgericht endete das Verfahren gegen einen Früpensionär, der zwei Nachbarmädchen sexuell missbraucht haben sollte am 6. Juni mit einen Freispruch aus Mangel an Beweisen. Dazu hatte der Richter klargestellt: »Das ist alles andere als ein Freispruch erster Klasse.« Das Urteil erregt die Gemüter. Leserbriefschreiber zeigen gegenüber em Main-Echo Fassungslosigkeit und bezeichnen das Urteil als »Himmelschreiendes Unrecht.«

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Leserbriefe 12.06.2014

Was braucht’s zum Schuldspruch?

Leserbrief

Zu­nächst: Das deut­sche Rechts­sys­tem be­für­wor­te ich grund­sätz­lich. Im Zwei­fel für den An­ge­klag­ten - das ist ein wich­ti­ger Grund­satz un­se­rer Straf­rechts­ord­nung. In kei­nem de­mo­k­ra­ti­schen Land darf es mög­lich sein, ei­nen Men­schen für ei­ne Tat zu be­lan­gen, die er nicht be­gan­gen hat. Oh­ne ei­ne sol­che Rechts­struk­tur müss­te sonst je­der Un­schul­di­ge in Furcht und Sch­re­cken le­ben.

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Leserbriefe 12.06.2014

Himmelschreiendes Unrecht

Leserbrief

Es ist ein him­mel­sch­rei­en­des Un­recht ge­sche­hen: Ein Nach­bar wird be­schul­digt, jah­re­lang zwei Schwes­tern im Kin­desal­ter se­xu­ell miss­braucht zu ha­ben. Fakt ist: Der Be­schul­dig­te hat in ei­ner frühe­ren Ver­hand­lung ein Teil­ge­ständ­nis ab­ge­legt. Die­ses darf aber nicht mehr im neu­en Pro­zess ver­wen­det wer­den.

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Aschaffenburg 07.06.2014

Missbrauchsprozess: Im Zweifel für den Angeklagten

Alles andere als Freispruch erster Klasse

»Die­sen Frei­spruch kön­nen Sie nicht an­fech­ten«, sagt der Rich­ter zum An­ge­klag­ten. Er un­ter­st­reicht da­mit, dass die Jus­tiz nicht nur Recht sp­re­chen, son­dern auch für Ge­rech­tig­keit sor­gen soll.

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Aschaffenburg/Miltenberg. 06.06.2014

Schmutziger Freispruch für Frühpensionär

Prozess um Kindesmissbrauch im Kreis Miltenberg

Urteil im Aschaffenburger Prozess gegen einen Frühpensionär, der im Kreis Miltenberg jahrelang seine beiden kleinen Nachbarmädchen missbraucht haben soll: Der heute 60-Jährige muss nur wegen des Besitzes von Jugendpornografie eine Geldstrafe zahlen, wird aber vom Vorwurf des Missbrauchs freigesprochen – aus Mangel an eindeutigen Beweisen.

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Aschaffenburg 05.06.2014

»Ein Martyrium«

Plädoyers im Prozess um Missbrauch zweier Nachbarkinder

Im Zwei­fel für den An­ge­klag­ten: Nicht nur der Ver­tei­di­ger for­dert Frei­spruch vom Vor­wurf des Kin­des­miss­brauchs, son­dern auch der Staats­an­walt - es man­ge­le an Be­wei­sen und an Klar­heit der Aus­sa­gen der mut­maß­li­chen Op­fer. Die An­wäl­te der bei­den Mäd­chen und de­ren El­tern blei­ben da­bei: Die Ta­ten hät­ten statt­ge­fun­den, die Wi­der­sprüche in den Aus­sa­gen ih­rer Man­da­ten sei­en nur all­zu ver­ständ­lich.

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Aschaffenburg 16.05.2014

»Im Intimbereich herumgestochert«

Anwalt-Duell im Verfahren um Kindesmissbrauch vorm Aschaffenburger Landgericht

Es steht Aus­sa­ge ge­gen Aus­sa­ge. Durchs Dorf ge­hen Ris­se: Wer glaubt wem? Der All­tag wird zum Spießru­ten­lauf, für bei­de Sei­ten. Die mut­maß­li­chen, sehr jun­gen Op­fer müs­sen vor Ge­richt Fra­gen zu intims­ten De­tails be­ant­wor­ten; der Ver­tei­di­ger stellt sie als un­glaub­wür­dig hin und will zum Be­weis auch Drit­te in al­ler Öf­f­ent­lich­keit zu de­ren Se­xual­le­ben be­fra­gen.

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Aschaffenburg 09.05.2014

Hat ein Mädchen »noch ein bisschen was draufgesetzt«?

Missbrauchsprozess

Die ers­ten Ta­ge im Aschaf­fen­bur­ger Pro­zess ge­gen ei­nen heu­te 60-Jäh­ri­gen aus dem Kreis Mil­ten­berg, der jah­re­lang zwei Nach­bar­kin­der miss­braucht ha­ben soll, ge­hör­ten den bei­den Mäd­chen. Sie und ih­re El­tern schil­der­ten, was pas­siert sein soll und dass Vie­les lan­ge ver­drängt wor­den sei (wir be­rich­te­ten).

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Aschaffenburg 08.05.2014

»Ich dachte, der hört irgendwann auf«

Auch das zwei­te Mäd­chen, das als Kind jah­re­lang vom Nach­barn im Kreis Mil­ten­berg miss­braucht wor­den sein soll, bringt viel Kraft auf. Auch es will zur öf­f­ent­li­chen Be­stra­fung des mut­maß­li­chen Tä­ters bei­tra­gen. Be­reits am Vor­tag hat­te die äl­te­re der bei­den Schwes­tern dar­auf be­stan­den, vor Pu­b­li­kum vor dem Land­ge­richt Aschaf­fen­burg aus­zu­sa­gen. Ges­tern wähl­te die Jün­ge­re den sel­ben Weg.

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Aschaffenburg 07.05.2014

Jahrelang missbraucht? - 19-Jährige besteht auf öffentlicher Aussage

Fall aus dem Kreis Miltenberg wird neu aufgerollt

Ein un­ge­wöhn­li­cher Pro­zess we­gen se­xu­el­len Miss­brauchs zwei­er Ge­schwis­ter­kin­der wird seit ges­tern vor dem Land­ge­richt Aschaf­fen­burg neu auf­ge­rollt. Ein heu­te 60-jäh­ri­ger pen­sio­nier­ter Beam­ter aus dem nörd­li­chen Kreis Mil­ten­berg soll das Ver­trau­en der Nach­bar­mäd­chen, die da­mals zwi­schen sie­ben und zwölf Jah­re alt wa­ren, über Jah­re aus­ge­nutzt ha­ben.

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