Donnerstag, 24.08.2017
Pano Dossier Afrika (© André Breitenbach)

Afrika

Der zweitgrößte Kontinent der Erde hat einen schlechten Ruf: als verloren, als düster wird er oft beschrieben. Doch Afrika hat auch andere Seiten. In unserer Serie wollen wir mit Reportagen und Analysen beide Gesichter des Kontinents beschreiben.

Artikel

Aschaffenburg 07.07.2017

Was Menschen aus Unterfranken antreibt, in Afrika zu helfen

»Uns verbindet die Liebe zu Afrika«

Nach Afri­ka fließt enorm viel Geld - über das Mi­nis­te­ri­um für Ent­wick­lung, über in­ter­na­tio­na­le Nicht­re­gie­rung­s­or­ga­ni­sa­tio­nen und kirch­li­che Ein­rich­tun­gen. Auch beim G20-Gip­fel soll der Kon­ti­nent the­ma­ti­siert wer­den. Jen­seits die­ser In­sti­tu­tio­nen sind un­ge­zähl­te und oft im Stil­len ar­bei­ten­de Pri­vat­per­so­nen auf dem Kon­ti­nent im Ein­satz.

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MALAWI: Lilongwe 04.07.2017

Damit nicht nur Maisbrei in die Schüssel kommt

Malawi: Welthungerhilfe geht neue Wege im Kampf gegen Ernährungskrise - Viele der 17 Millionen Einwohner leiden an Mangel.

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Aschaffenburg 28.04.2017

Vom Untermain nach Tansania

Afri­ka ist durch die Flücht­lings­zah­len wie­der zum The­ma ge­wor­den. »Fluch­tur­sa­chen be­kämp­fen« lau­tet ei­ne viel­zi­tier­te St­ra­te­gie. Das setzt auch öko­no­mi­sches Wachs­tum vor­aus. Der Kon­ti­nent als Wirt­schaft­s­part­ner? Da sch­re­cken vie­le zu­rück. Ganz an­ders sieht das Frank Er­ba­cher vom Fut­ter- und Le­bens­mit­tel­un­ter­neh­men Jo­se­ra Er­ba­cher in Klein­heu­bach.

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NAMIBIA/Okakarara 28.04.2017

Ungesühnter Genozid sorgt für Dauerstreit in Nambia

Er war sechs Jah­re alt, als Ve­ta­ru­he Kan­do­ro­zu zum ers­ten Mal vom Mas­sen­mord an sei­nen Vor­fah­ren hör­te. Sei­ne El­tern er­zähl­ten ihm von To­ten­schä­deln, an de­nen die Deut­schen ex­pe­ri­men­tier­ten, um zu be­wei­sen, dass Schwar­ze der »wei­ßen Her­ren­ras­se« un­ter­le­gen sei­en. Sie be­rich­te­ten von Ver­ge­wal­ti­gun­gen, er­schos­se­nen Kin­dern.

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NIGERIA/Maiduguri 24.11.2016

Ein Radio-Sender im Kampf gegen Boko Haram

Ob er ei­ne Waf­fe tra­ge? Fa­ruk Dal­ha­tu schüt­telt mü­de lächelnd den Kopf. »Was könn­te ich schon da­mit ma­chen?«, fragt er und er­war­tet nicht wir­k­lich ei­ne Ant­wort. Mehr als ein Mes­ser oder ei­ne Pi­s­to­le pas­se ja wohl kaum in sei­ne Ta­sche. »Was soll das aus­rich­ten, wenn die Ter­r­o­ris­ten mit ih­ren AK-47-Sturm­ge­weh­ren oder ei­ner Au­to­bom­be da­her­kom­men?«

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SENEGAL/Dakar 02.11.2016

In den Fängen des Imams

Das Tri­kot des FC Bar­ce­lo­na hängt in Lum­pen an Mous­sa Diat­tas Ober­kör­per. Im­mer wie­der fal­len dem Neun­jäh­ri­gen die Au­gen zu, wäh­rend er ei­nen an­ge­spitz­ten Bam­bus­stock in Tin­te taucht und Ko­r­an­ver­se auf sei­ne Holz­ta­fel krit­zelt. Um vier Uhr war er auf­ge­stan­den, ein paar Ge­be­te, dann auf die Stra­ßen von Se­ne­gals Haupt­stadt Da­kar. Bet­teln.

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Politik 12.10.2016

Auf Äthiopien blicken

Kommentar zu Afrika-Besuch Merkels

Kanz­le­rin Mer­kel ist zu­rück aus der Hit­ze Afri­kas, zu­rück in der Käl­te. »Un­ser Nach­bar­kon­ti­nent«, wie sie sagt, bleibt aber ein zen­tra­les The­ma deut­scher Po­li­tik. Gilt für ih­re Tour durch Ma­li, Ni­ger und Äthio­pi­en al­so das viel­zi­tier­te »Au­ßer Spe­sen nichts ge­we­sen«? Kei­nes­falls. Die Flücht­lings­kri­se hat Afri­ka in den Mit­tel­punkt ge­rückt. Dass Mer­kel dort vor­bei­schaut, ist mehr als ein Sym­bol.

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SÜDAFRIKA/Kwa Madlala 05.10.2016

Lieber vier Frauen als nur eine

Vom Auf­tei­len des Ein­kaufs bis zum re­gel­mä­ß­i­gen Ge­sch­lechts­ver­kehr: Al­le Ehe­frau­en müs­sen gleich be­han­delt wer­den. Das er­klärt Mu­sa Mse­le­ku, der in Süd­a­fri­ka mit vier Frau­en ver­hei­ra­tet ist. Hier ist Po­ly­ga­mie er­laubt.

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ÄTHIOPIEN/Addis Abeba 18.09.2016

Äthiopien: Asmelash will abheben

Ein 36-Jähriger bastelt seit Jahren an seinem Flugzeug

Der Traum sei­ner Ju­gend steht hin­ter zwei Lehm­hüt­ten auf ei­ner Wie­se, weit hin­ten gra­sen ein paar Rin­der. As­melash Ze­fe­ru schiebt ein Blech zur Sei­te, das den ros­ti­gen Mo­tor der »K-570A« ab­deckt. Er wer­de das ers­te selbst­ge­bau­te Flug­zeug in der Ge­schich­te Äthio­pi­ens in die Luft brin­gen, er­klärt er in staat­s­tra­gen­dem Ton. Ja wir­k­lich, die­ses Flug­zeug.

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Aschaffenburg 07.09.2016

Von Afrika berühren lassen

Min­des­tens ei­ne Mil­li­on Back­stei­ne wer­den für den Kin­der­gar­ten und das Schwes­tern­haus im tan­sa­ni­schen Li­t­um­ban­dyo­si ge­braucht - da­bei hilft die Pfarrei­ge­mein­schaft Glatt­bach-Jo­han­nes­berg (Kreis Aschaf­fen­burg). Afri­ka braucht Un­ter­stüt­zung. Das ist das ei­ne Bild des Kon­tin­ents. Aber der Erd­teil zeich­net sich durch vie­le Far­ben aus, durch be­droh­li­che wie leuch­ten­de.

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ELFENBEINKÜSTE/Abidjan 07.09.2016

Nur eine Utopie? Afrika will sich selbst ernähren

Landwirtschaft: Experten sehen vor allem einen Schlüssel für eine bessere Versorgung: Frauen müssen mehr Rechte erhalten

Al­bert Kan­ga Aza­gu­ie hat es ge­schafft. 30 Ki­lo­me­ter von Abid­jan ent­fernt, der Haupt­stadt der El­fen­bein­küs­te, be­sitzt er ei­ne 15 Hektar gro­ße Koch­ba­na­nen-Plan­ta­ge. Ein Hektar wirft im Durch­schnitt ei­ne Ern­te von zwölf Ton­nen ab. »Ich bin jetzt ein Groß­bau­er«, er­zählt er. Kan­ga be­lie­fert nicht nur die Su­per­markt-Ket­ten in der Um­ge­bung, son­dern ex­por­tiert sei­ne Koch­ba­na­nen so­gar nach Ita­li­en.

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TANSANIA/Litembo 26.07.2014

Auf staubigen Pisten zum Klinikarzt

Eine gute Infrastrukur ist Voraussetzung für Wachstum - ein Beispiel aus Mbinga im Westen Tansanias

Klaus Veeh ist be­geis­tert vom Fort­schritt. Vor al­lem in der Pro­vinz­stadt Mbin­ga, die der Part­ner­diöze­se des Bis­tums Würz­burg den Na­men ge­ge­ben hat. »Mehr Ver­kehr, mehr Han­del, mehr Kon­tak­te - in Mbin­ga geht’s voran«, be­sch­reibt es Veeh, der Afri­ka-Re­fe­rent des Bis­tums ist und schon mehr als 30 mal in Tan­sa­nia war. Der Fort­gang hat ei­nen Grund: die neue Stra­ße.

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TANSANIA/Mbinga 30.07.2014

Jonathan und sein China-Flitzer

Mopedtaxi-Fahren ist in Mbinga ein Job wie viele andere

Jo­nat­han braucht Kund­schaft. Mit wa­chen Au­gen, di­cker Wind­ja­cke und an­ge­schal­te­tem Han­dy war­tet er mit sei­ner »SanGL« auf der Haupt­ein­kaufs­stra­ße von Mbin­ga. Sams­tag­mit­tag. In der Stadt im Wes­ten Tan­sa­nias ist viel los, aber es gibt eben auch vie­le Mo­ped­ta­xen. »Ich hab noch nicht ge­nug zu­sam­men«, sagt er. Min­des­tens 4000 Tan­sa­ni­sche Schil­ling - das sind rund zwei Eu­ro - muss er heu­te ein­fah­ren.

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LIBERIA/Monrovia 29.11.2012

Der Krieg ist vorbei, der Überlebenskampf nicht

Am Süd­zip­fel von Mam­ba Po­int wie­gen sich die Pal­men im her­an­brau­sen­den Wind. Ein ums an­de­re Mal bran­det der At­lan­tik laut­stark auf den Sand­strand von Mon­ro­via. Ei­gent­lich ein Idyll. Aber da­für ha­ben hier nur we­ni­ge ein Au­ge.

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